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Archiv für August, 2011

Glutofen Ennstal – Es ist angerichtet! 15. Powerman Austria 2011

Man nehme:

  • 7,9 km Laufen (50 HM)
  • 41,2 km Radfahren (660 HM, 18 % Steigung – Großglockner hat “nur” 12 %)
  • 7,3 km Laufen (50 HM)
  • bei Ober-/Unterhitze 30 – 32 °C

und heraus kommt eine Powermanveranstaltung (Kurzdistanz), die sehr fordernd ist/war!

Die Jubiläumsausgabe – 15. Powerman Austria – glänzte mit einem hochkarätigen Teilnehmerfeld im Hauptbewerb. Andy Sutz (Europameister, Weltmeister), Anthony Le Duey (Europameister), Joerie Vansteelant (2x Weltmeister, 1x Europameister) und Erika Csomor (3x Weltmeister, 4. Platz IM-Hawaii 2008) um nur ein paar Namen zu nennen.

Der Powerman Austria ist mein Lieblingswettkampf, das zeigte auch meine 3. Teilnahme in den letzten 4 Jahren. Natürlich wollte ich dieses Jahr, nach 1 Jahr Pause, wieder starten, obwohl die Vorzeichen nicht unbedingt die besten waren. Mein Knie ließ mich im Ungewissen – macht es Probleme oder nicht, die Wettervorhersage versprach Gluthitze, starke Magenschmerzen bescherten mir eine schlaflose Nacht vor dem PMA und zu guter Letzt bekam ich Durchfall in der Früh. Am Weg zum Wettkampf musste ich sogar einmal “ins Grüne austreten”!

Die besten Voraussetzungen für einen harten Wettkampf waren also gegeben – man möchte ja nichts geschenkt bekommen!

In Weyer angekommen, nahm alles seinen gewohnten Ablauf. Startnummernabholung, Wechselzone einrichten, Race Briefing und um 11:10 Uhr fiel der Startschuss (Powerman Kurzdistanz).

Den ersten Laufsplit wollte ich kontrolliert langsam angehen, meine Beine fühlten sich schwer an (Mühlbach zeigte noch Wirkung), der Magen rebellierte und so richtig rund funktionierte gar nichts! Ich lief deutlich langsamer als geplant. Die Pace pendelte immer zwischen 4:23 - 4:43 min/km und ich fand keinen Rhythmus.

Nach 36:41 min (Ø 4:39 min/km) wechselte ich aufs Rad und plötzlich ging die Post ab! Jetzt war Schluss mit der Arbeitsverweigerung meiner Beine und innerhalb der ersten Radkilometer hatte ich die führende Dame überholt. So gegen Mittag, die Sonne stand senkrecht über dem von vielen gefürchteten “Heartbreak-Hill” Kreuzgruberhöhe – ich liebe die 18 % – lief ich zur Bestform auf. Ich konnte mich um ganze 34 Plätze, von 83 auf 49, verbessern.

“Gepusht” durch meine gute Radleistung ging es wieder auf die Laufstrecke, doch dieses Mal konnte ich mich besser überwinden und schlug ein schnelleres Tempo als beim 1. Laufsplit an. Die Hitze war unerträglich, der Asphalt “glühte”! Die Laufstrecke verlief wieder neben dem Freibad vorbei, wo uns auch viele Badegäste (mit Eis in der Hand u. schattigem Liegeplatz) anfeuerten. Viele Anrainer unterstützten uns Athleten und stellten Gartenduschen auf die Straße bzw. duschten uns mit dem Gartenschlauch ab. Danke nochmals an dieser Stelle, es war eine Wohltat!!!

Trotz Krämpfen im rechten Oberschenkel – wieso auch immer – pushte ich nochmals auf den letzten 3 Laufkilometern und lief teilweise eine Pace von 4:19 min/km. Jetzt war ich in meinem Element, dem Negativsplitting! 7 Positionen konnte ich noch gut machen und finishte in 2:33:34h als 24. in der Klasse Herren-Elite und Rang 42 in der Gesamtwertung!

Resümee:

Mein Knie machte keine großen Probleme, der Magen konnte während des Bewerbs keine feste Nahrung aufnehmen und meine beiden Unterarme sind von der Sonne verbrannt.

Mit der Platzierung bin ich mehr als zufrieden, die Laufleistung hätte aber besser sein können (1.Split Ø 4:39 min/km; 2.Split Ø 4:34 min/km). Geplant hatte ich 4:30 min/km, aber vor 3 Monaten wusste keiner, dass es so heiß wird! ;-)

Es war wie immer ein grandioser Powerman in Weyer!

Ein großes Danke an alle Helfer, die uns Athleten unterstützt und einen ganz wichtigen Beitrag zum Gelingen einer so großen Veranstaltung geleistet haben – und das unentgeltlich!!!

Powerman Weyer – ich komme sicher wieder!


2. Platz beim 18. Mühlbacher Ortsrundenlauf

Mit einem Erfolgserlebnis melde ich mich von meinem Urlaub und der 1,5 monatigen “Blog-Abstinenz” zurück – aber alles der Reihe nach!

Rückblick Juli:

Der Monat Juli war für mich sehr ereignisreich, immerhin schloss ich die 1. Klasse in der Handelsakademie ab und von der Zeugnisverteilung ging es direttissima nach Salzburg – hier “wartete” schon unser Flugzeug. Es ging nach Hamburg und von dort starteten wir eine Nordland-Kreuzfahrt (Dänemark-Norwegen-Schottland-Frankreich-England-Holland). Dieser Länder/Städte-Mix war ein Traum! Eine Stadt schöner als die andere! Selbstverständlich gibt es keinen Urlaub ohne Training für mich - das wäre ja kein Urlaub, sondern eher die Hölle! ;-) Auf dem Kreuzfahrtschiff befand sich eine Laufbahn (1 Runde = 180 m) und ein großes Fitnesscenter. Natürlich hatte ich auch meine Therabänder - wie bei jedem Urlaub - im Gepäck. Die Rahmenbedingungen für gute Trainingseinheiten waren geschaffen und ein Formverlust während des Urlaubs wäre eine glatte Ausrede gewesen! ;-) Neben dem physischen Training konnte ich auch meine Psyche trainieren, denn auf einer 180 m langen Laufbahn, auf ca. 40-50 m Meereshöhe, bei 60 km/h Wind auf offener See, starkem Wellengang, 14 °C (kurze Hose, kurzes Laufshirt) war es nicht immer ein Vergnügen 100 Runden zu absolvieren! Nach 10-tägiger Kreuzfahrt kamen wir wieder zu Hause an, dort ereilte uns eine Schreckensnachricht!

Terroranschlag in Oslo! Vor nicht einmal einer Woche waren wir selbst noch in Oslo und besichtigten diese wunderbare Stadt und jetzt so eine Nachricht! Meine aufrichtige Anteilnahme gilt den Opfern und deren Angehörigen!

Direkt nach unserer Kreuzfahrt fand das Welser Innenstadtkriterium statt – dieses Jahr mit dem TdF-Bergtrikotgewinner und Olympiasieger Samuel Sanchez (ein sympathischer Kerl). Berni Eisel holte sich in einem Herzschlagfinale den Sieg vor Jan Sokol und Samuel Sanchez. 15 000 Zuseher produzierten eine tolle Atmosphäre und gaben dieser Veranstaltung einen würdigen Rahmen.

18. Mühlbacher Ortsrundenlauf:

Als “Tempotraining” für den bevorstehenden Powerman nahm ich am Mühlbacher Ortsrundenlauf teil. Eine letzte Laufform-Überprüfung bzw. Knieüberprüfung sollte es werden. Vor 2 Wochen verdrehte ich mir in der Arbeit das Knie sehr unglücklich und seitdem habe ich mit dem Innenmeniskus bzw. Seitenband Probleme. 2 Distanzen standen zur Auswahl. Ein 9 Km-Bewerb und ein 5,4 Km-Bewerb. Um mein Knie etwas zu schonen nahm ich an dem kürzeren Bewerb teil.

Beim Aufwärmen unterhielt ich mich mit dem Sieganwärter Enrico Putz, der mich über die Tücken der Strecke informierte und mich nicht unbedingt positiv auf den Lauf einstimmte. Dieser Bewerb war nämlich alles andere als leicht, zählt zu den anspruchsvollsten Ortsläufen in Oberösterreich und ursprünglich wollte ich ja mein Knie vor Überlastung schützen.

Startschuss = Beginn des Regens. Normalerweise ist mir das Wetter beim Laufen egal, doch bei einer Naturlaufstrecke mit “Bergauf-Wiesenpassagen” wurde der Bewerb noch anspruchsvoller! Auf dem wunderschönen 1,8 km langen Rundkurs ging es rauf und runter, der Regen machte den Boden tief und die Bergaufpassagen rutschig. Bergab musste ich mein Tempo reduzieren, um mein desolates Knie zu schützen. Meine geplante Strategie musste ich nach der ersten Runde über den Haufen werfen und nahm Tempo heraus. Der Lauf war extrem schwer!

Auf der letzten Runde packte ich meinen Joker (Negativsplitting) aus und konnte noch einige Läufer überholen. Im Ziel angekommen war ich über meine gute Platzierung überrascht.

2. Platz in der Gesamtwertung

Die Zeit war mit 21:32 min gar nicht so schlecht und ergab eine Pace von 3:59 min/km – aufgrund des schwierigen Wettkampfs und meiner Knieprobleme bin ich mehr als zufrieden.

Resümee: Ein wunderschöner Landschaftslauf, anspruchsvoll mit teilweise steilen Rampen und Naturboden (Wald, Wiese). Für mich persönlich war es ein guter (aber vielleicht zu harter) Vorbereitungslauf!

  

Erklärung zu Bild 3:

  • Blaue Linie = Geschwindigkeit
  • Braune Linie (Zick-Zack) = Bergauf/Bergab (Höhenmeter)
  • Rote Linie = Puls

Bild “Morl2011″: Bezirksrundschau Steyr 18.08.11, http://www.meinbezirk.at/bez_92/Uebersicht/


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