Go long

Ein paar persönliche Gedanken eines verletzungsgeplagten Sportlers… (Teil 3)

…Fortsetzung von Teil 2 - Diagnose, richtige Behandlung und warum man nur einen Brief aufgeben sollte und nie die Hoffnung…

Jetzt dachten viele meiner Blogleser, dass es sich bei meiner Verletzung um eine äußerst “exotische” handeln musste – die Liste der nutzlosen Behandlungen war ja auch ziemlich lang und erweckte diesen Anschein!

Fehlgeschlagen!

Viele Ärzte scheiterten an einem sportlichen “08/15-Problem”!

Diagnose:

Verspannungen, Bindegewebsverklebungen, Durchblutungsstörungen, Muskelverhärtungen im Bereich der gesamten Unterschenkelmuskulatur!

Diese Probleme entstehen durch Überlastung, Fehl- oder Schonhaltung und dem damit resultierenden Sauerstoffmangel.

Bei mir liegt die Ursache klar auf der Hand:

Übertraining + geringe Skoliose + geringer Beckenschiefstand = maximale Probleme

Behandlung und Prävention (in meinem Fall):

  • ausreichend Flüssigkeitszufuhr während dem Sport
    (Dehydrierung fördert die oben genannten Probleme)
  • Wechseldusche (Warm/Kalt) nach jedem Training
  • Beinmuskulatur ausreichend dehnen nach jedem Training
  • Kompressionsstrümpfe bei längeren Läufen
  • Akupressur in Vebindung mit Bindegewebsmassage und “anderen Massagegriffen”
  • Orhopädische Einlagen (aufgrund Skoliose/Beckenschiefstand) – nur beim Sport
  • Umstellung des Trainings – mehr Regeneration

Bei der ersten manuellen Behandlung meines Therapeuten stellte dieser fest, dass meine Wadenmuskulatur ein einziger “Klumpen” war und die einzelnen Muskeln nicht tastbar waren. Dies hatte unter anderem auch zur Folge, dass aufgrund der Verklebungen die Achillessehne bei jeder Wadenmuskelkontraktion gereizt wurde und so immer wieder Entzündungsherde entstanden. Diese Entzündungen wurden zwar immer “medikamentös niedergeschlagen”, die Ursache wurde aber nie behoben.

Die ersten Behandlungen waren so schmerzhaft, dass mir der Schweiß von der Stirn tropfte und ich danach 1-2 Tage nicht schmerzfrei gehen konnte.

Nach 5 – 6 Wochen stellten sich die ersten Erfolge ein, ich konnte wieder schmerzfrei schlafen und ein Lauftraining war wieder möglich!

Mittlerweile gehe ich nur mehr einmal im Monat zum “Therapeuten meines Vertrauens” und lasse meine Beine checken. Dies reicht vollkommen aus!

Ich bin geheilt!

…warum man nur einen Brief aufgeben sollte und nie die Hoffnung…

Nach 3 Jahren Verletzungspause wollten mich die Ärzte in den sportlichen Ruhestand schicken und meinten, dass ich nie mehr wieder Marathonlaufen kann. So kann man sich täuschen!

Im September starte ich beim Jungfraumarathon in der Schweiz – ein Bergmarathon!
Ich freu mich schon auf mein Marathon-Comeback und kann es kaum erwarten!

Vielleicht konnte ich ja dem Einen oder Anderen mit meinem Blogbeitrag helfen und auf eine richtige Fährte bringen.
Allen verletzungsgeplagten Sportlern kann ich nur raten, gebt nie auf und versucht positiv zu denken!

Es gibt immer eine Lösung – nur manchmal dauert es ein bisschen länger…

Hier gehts zu Teil 1
Hier gehts zu Teil 2

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8 Antworten

  1. Das liest sich verdammt gut, ich freue mich für dich, dass du scheinbar wieder auf dem richtigen Weg bist – vergiss aber bitte nicht, was das zu geführt haben soll, will heißen, Laufen mit Verstand und Freude und nicht ständig Bestzeiten hinterher jagen, wenn Männer das überhaupt können – ich wünsche es dir ! ;)

    8. August 2012 um 11:29

    • Ich weiß, aber das mit den Bestzeiten ist bei uns Männern wahrscheinlich genetisch bedingt! ;-)

      Vor 2 Wochen hatte ich wieder Probleme mit meinen Beinen, die Jungfrau wackelte wieder!
      Dieses Mal schmerzte das Knie.
      Schuld war, dass ich 3 Monate nicht mehr beim Therapeuten war – hatte ja auch keine Probleme ;-) – und der Schmerz vom Schienbeinmuskel strahlte bis ins Knie!

      Der Arzt wollte arthroskopieren! Absoluter Wahnsinn!

      Einen Therapeutenbesuch später lief ich 34 km (5:15 min/km) schmerzfrei…
      (ohne Knieaufschneiden)…

      8. August 2012 um 12:36

  2. Hallo Thomas!
    Mittlerweile habe ich verstanden das die meisten Orthopäden einen sofort zur einer OP raten wenn mal irgendwo irgendwas klemmt. Darauf habe ich mich noch nie eingelassen und das war immer die richtige Entscheidung. Mittlerweile bin ich 2,5Jahre verletzungsfrei trotz der zum Teil sehr hohen Umfänge die ich gelaufen bin (Bandscheibenvorfall ausgeschlossen)
    Dir drücke ich weiterhin die Daumen das bis zum Jungfrau alles glatt läuft!
    Grüße aus dem Spessart
    Frank

    10. August 2012 um 08:06

    • Danke Frank!
      Leider ist die Gesundheit oder besser gesagt die Krankheit ein großer wirtschaftlicher Faktor.
      Mir kommt es ja oft schon vor, dass manche Ärzte gar nicht mehr möchten, dass man gesund wird. Gesunde Menschen bringen ihm ja keinen Profit.
      Man darf natürlich nicht alle Mediziner in einen Topf werfen, aber leider wird die Zahl der Profitgeier und der Gier nach mehr Geld immer größer.

      10. August 2012 um 08:34

  3. Hallo Thomas,
    ich bin mittlerweile auch regelmäßig beim Physio. Bei mir waren es höllische Rückenschmerzen, die jeder Arzt nur mit Schulterzucken und “lassen sie das laufen” abgetan haben.
    By the way nach dieser Erfahrung habe ich auch meinen Allgemeinmediziner gewechselt. ;-) Jetzt werde ich nach ausreichendem Bauchmuskeltraining alle 2-3 Woche masiert und die Schmerzen sind wie weggeblasen!

    Ein Hoch auf die Nicht Schulmedizin!

    Und dir weiterhin ein gutes “running sucks”
    Matthias

    10. August 2012 um 08:18

    • Hallo Matthias,
      es lebe die Alternativmedizin!

      Natürlich darf man die Schulmedizin nicht verteufeln – ohne sie würde es auch gar nicht gehen (Operationen, Krebsbehandlungen…)
      Nur kommt es mir oft vor, dass durch die Schulmedizin die Ärzte teilweise eine eingeschränkte Sicht haben und dadurch wesentliche “Sachen” einfach übersehen werden.

      Bestes Beispiel bin ich mit meinem Knie!

      Ich hatte Knieschmerzen und ging zum Arzt.
      Der Arzt wollte das Knie arthroskopieren – Schuld war aber mein Schienbeinmuskel, der in der Muskelspitze komplett verhärtet war. Dieser “strahlte” Schmerzen bis ins Knie.

      Naja was soll man da noch sagen?!

      Wünsch dir weiterhin schmerzfreies Bewegen!

      lg Tom

      13. August 2012 um 09:23

  4. Pingback: Ein paar persönliche Gedanken eines verletzungsgeplagten Sportlers… (Teil 2) | Tom`s Sportblog

  5. Jan

    Vielen Dank für die Schilderungen deines Leidensweges. Es hat mich darin bestärkt auch nicht auf zu geben. Auch wenn ich nur ein Hobbyläufer bin, der bisher 2-3 die Woche seine 12 km Runde gedreht hat hab ich seit einiger Zeit das Problem der Schmerzen im rechten Schienbein. Mittlerweile schon nach ein paar hundert Metern. Dann geht gar nichts mehr bei mir und ich muss das Training abbrechen. Der Orthopäde hat mir Einlagen verschrieben, die allerdings keine Besserung bringen. Zudem hab ich eine Ulrtraschall und “Laserbehandlung” hinter mir. Bisher ohne Erfolg.

    23. Mai 2013 um 06:30

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