Go long

22. Wels-Halbmarathon – Trainingslauf für Wien

Die „Generalprobe“ für den Vienna City Marathon ist geglückt.
In den Tagen vor dem Halbmarathon machte sich meine Achillessehne im linken Bein bemerkbar, ein Start stand wieder einmal auf der Kippe. Mein Therapeut des Vertrauens gab mir aber am Samstag „Grünes Licht“ für den Bewerb am Sonntag. Er meinte, dass mein Körper den Stoffabtransport vom 34 km Crescendotraining (So.) noch nicht abgeschlossen hatte und leichte Depots in den Muskelspitzen ansetzte. Kleine Ursache, großer Schmerz!

Top vorbereitet, mit einem „fettigen“ Fleisch-Fondue am Vortag (Fettspeicher befüllen statt Kohlenhydrate) konnte nichts mehr schief gehen! 😉

Der Bewerb

Bei Temperaturen um 0 °C, starkem Wind und Sonnenschein gingen ca. 1500 Läuferinnen und Läufer an den Start.
Das Starterfeld war sehr gut besetzt, die ganze heimische Elite war vertreten, da im Zuge des 22. Wels-Halbmarathons die Staatsmeister über diese Laufdistanz ermittelt wurden.

Nach dem Startschuss preschte die Elite vorne weg, Mwangi Joel-Maina (KEN) und Günther Weidlinger (AUT) bildeten die Spitze. Ich wollte meine eigene „Pace-Vorgabe“ einhalten und ließ mich gar nicht von diesem Wahnsinnstempo mitreißen bzw. zu einem schnelleren Laufen motivieren. 3:45 – 3:50 min/km war die Marschtabelle. Nicht schneller und nicht langsamer – Wels war ja „nur“ ein Trainingslauf.

Ohne mich besonders zu verausgaben, spulte ich Kilometer für Kilometer auf dem absolut flachen Rundkurs herunter. Der Wind war teilweise sehr stark und gerade in den „Gegenwind-Passagen“ sehr unangenehm. Ich „tümpelte“ so vor mich hin, immer wieder auf meine GPS-Uhr blickend, die Pace passte. Ein „trockenes und klinisch reines Training“, fast schon fad, wären da nicht die Zuschauer gewesen, die uns Läufer anfeuerten.

KM 13 – 15

Shit! Vorbei wars auf einmal mit der Langeweile, die Achillessehne machte sich bemerkbar!
Mein Plan vor dem Wettkampf für solche Fälle war ganz klar.

Bei Problemen mit der Achillessehne:

  • bis 10 km = Rennabbruch
  • ab 15 km = locker auslaufen/ sollte Schmerz zu stark werden, trotzdem abbrechen
  • ab 19 km = Pace halten und durchlaufen

Ich befand mich genau in der Grauzone, KM 13! Was tun?

Das „Zwicken“ wurde immer unangenehmer, ich drosselte das Tempo und lief 3:55 – 4:00 min/km.
Ein Rennabbruch stand bevor, ins Ziel musste ich aber sowieso laufen (bis KM 14), da Nina dort auf mich wartete.
Plötzlich ließ der Schmerz bei KM 14 nach, was sollte ich jetzt machen?

Ich entschied mich für langsam weiterlaufen und die nächsten 1-2 Kilometer beobachten, ob der Schmerz besser wird oder schlimmer wird. Es war die richtige Entscheidung!

Ab KM 15 war ich wieder völlig schmerzfrei und konnte die Pace auf 3:35 – 3:45 min/km steigern.
Die letzte Runde (7,005 km) schaffte ich noch ein hervorragendes Negativ-Splitting (3:43 min/km Durchschnitt) und kam mit einer Zeit von 1:19:49 h ins Ziel. Punktlandung!

Den Sieg holte sich Mwangi Joel-Maina (KEN) mit einer Zeit von 1:03:21 h, vor Günther Weidlinger (1:03:40 h), Lechleitner Simon, Pflügl Christian und Sostaric Markus.

Bei den Damen gewann Wanjohi Mary-Wangari (KEN) mit 1:13:06 h, vor Andrea Mayr, Koblmüller Sandra und Schuster Bernadette.

Ach ja, bevor ich es vergesse! Ein kleines schmerzhaftes Andenken (Blutblase ca. 3 x 1 cm) hab ich mir von Wels mitgenommen. Ab KM 10 bildete sich eine Falte im Socken und verursachte dieses „unangenehme Ding“!

Dieser Trainingslauf stimmt mich sehr positiv für Wien, da trotz einiger Widrigkeiten die Zeit absolut O.K. ist.

Wien ich komme! Die Sub3 sollte auf jeden Fall machbar sein!

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